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Bundespräsidentenwahl Teil 2
01. Juli 2010
Die Chance, gemeinsam eine integre Persönlichkeit als Bundespräsidenten zu wählen, wurde von den Regierungsparteien vertan. Wenn Machterhalt und Parteitaktik die Triebfeder für zukunftsweisende Entscheidungen sind, bleibt der Blick auf vertrauensfördernde Gemeinsamkeiten verdeckt.
Dennoch wird die Schwäche der Kanzlerin den Bürgern im Gedächtnis bleiben. Damit hat sie nicht nur ihren Favoriten erheblich beschädigt sondern auch das Amt des Bundespräsidenten. War dies womöglich kalkuliert? Die Bürger dürfen gespannt sein, welche richtungweisenden, für die Zukunft unserer Gesellschaft unverzichtbaren Entscheidungen diese Koalition jetzt noch zustande bringen kann.
In einer Hinsicht haben die Wähler Klarheit gewonnen: die Weigerung der Linken, sich von ihrer Vergangenheit loszusagen, und die Verweigerung ihrer Kandidatin, die deutsche Nationalhymne mitzusingen, haben ihnen gezeigt, was von dieser Partei zu halten ist.
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