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Demokratie braucht Vertrauen

27. Januar 2005

Aus zwei Leserbriefen der Badischen Zeitung, Freiburg vom 27.01.2005: „Der Gipfel der Scheinheiligkeit: Wie der Skandal um die Nebeneinkünfte unserer Politiker heruntergespielt wird, erfüllt einen als Wähler wieder einmal mit vollstem Vertrauen in eine unbestechliche Politik. Die Meinung, dass ein Politiker oder eine Politikerin während er/sie ein Mandat erfüllt durchaus einen "Nebenjob" annehmen sollte, um später im normalen Berufsleben wieder Fuß fassen zu können, ist der Gipfel der Scheinheiligkeit…“

„Hat ihr Tag mehr als 24 Stunden? Es ist ja interessant: Da meint die FDP-Abgeordnete und Bildungsexpertin Flach tatsächlich es sei berechtigt, von Siemens ein Gehalt von über 5000 Euro monatlich für Übersetzungen zu erhalten, die sie zu Hause erledigt. Welche/r Übersetzer/in erhält von irgendwelcher Gesellschaft für einen oft weit über Acht-Stunden-Tag monatlich 5000 Euro. Entweder sie arbeitet also nur für "Siemens" und vernachlässigt ihre Aufgabe im Bundestag oder aber- und dies ist noch schlimmer, sie glaubt allen Ernstes, dem Volk klarmachen zu können, dass beide Aufgaben von ihr voll ausgefüllt werden können. Hat ihr Arbeitstag mehr als 24 Stunden?"

So ensteht kein Vertrauen zwischen Bürgern und Politikern.

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