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"Non" + "Nee" = ?
03. Juni 2005
Mit Sicherheit bedeuten die beiden negativen Voten der Franzosen und der Niederländer keine Absage an ein Vereintes Europa, wenn es ein Europa der regionalen Vielfalt und der vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Politik/Verwaltung ist. Aufgrund beider Volksabstimmungen wissen es die Bürokraten in Brüssel und alle bürgerfernen Politiker in den Mitgliedsstaaten überzeugend, dass sie in den zurückliegenden Jahren die notwendige Verbindung mit den Bürgern eindeutig verloren haben. Die Feststellung von Dr. Malcoszki, in seinem Leserbrief in der Badischen Zeitung vom 03.06.2005 ist wirklich treffend: „Das Volk als nützliches Stimmvieh zu betrachten oder gleich ganz von der Mitbestimmung zu seinen existenziellen Zukunftsfragen ausschließen zu wollen, wird dem europäischen Unionsgedanken nur Schaden zufügen. Die Hellsichtigkeit der Franzosen, (und man könnte nun einfügen "und der Niederländer", der Verf.) über die sich nun die Machtzirkel hier wie dort samt der ihnen dienlichen Medien auslassen werden, imponiert mir einmal mehr. Auf lange Sicht dient diese Verweigerung dem europäischen Integrationsprozess mehr als sie ihm schadet.“ Jetzt gilt es, mit den interessierten Bürgern auf der lokalen Ebene ins Gespräch zu kommen und sie am Aufbau des Europas der Bürger zu beteiligen. In der Bundesrepublik Deutschland haben die Bürger im September die Möglichkeit, bei der Bundestagswahl die Abgeordneten zu wählen, die keine riesige Zentralverwaltung in Brüssel mehr wollen, sondern eine schlagkräftige Vereinigung ausschließlich in den Politikfeldern, die auf nationaler, regionaler oder kommunaler Ebene nicht zufriedenstellend gelöst werden können.
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